Nur wer sich bewegt kommt voran

Autoput einmal komplett. Wir haben es geschafft und sind wieder in Marmaris. Diesmal nicht per Flieger sondern mit dem Wohnmobil: 3040 Kilometer in 43 Stunden, davon 36 Stunden reine Fahrzeit, den größten Rest an den Grenzen und an Tankstellen. Gottseidank ist der Autoput nicht mehr so schrecklich wie in den 80er Jahren. Wie es mal war, ahnt man bei der Strecke durch Serbien und Bulgarien. Mit Thomas Russo, meinem Schwager, im Wechsel ist die Strecke gut zu bewältigen
Die Kids haben das super mitgemacht, keinerlei Stress; wie praktisch doch so ein Wohnmo für lange Strecken ist..
Aber nun ist (fast alles – bis auf das was wir wieder mal vergessen haben) der größeren und wichtigen Teile in der Marina. Watermaker, Rettungsinsel, Windpilot, Windgenerator, Funkanlage und vieles an Kleinkram.
Um 18 Uhr sind wir angekommen, kurze Bestandaufnahme, etwas essen, ein Bier und dann ab ins Bett. Heute morgen ausführliche Sichtung: leider haben unsere türkischen Handwerker fast nichts erledigt obwohl sie drei Monate Zeit hatten. Ich werde wahnsinnig; es bleibt noch eine Woche für das was in drei Monaten erledigt werden sollte. Allmählich vermisse ich die Qualtität und Zuverlässigkeit der deutschen Handwerker. Wir treffen Bernd von der Tiama, der im April / Mai los will. Er hat ein Stahlschiff gekauft und stellt nun von Tag zu Tag mehr Baustellen fest: Ankerkasten durchgerostet, Korrosion, Schweissarbeiten, Probleme mit der Elektrik und vieles mehr. Obwohl er seit Herbst letzten Jahres vor Ort ist und sich direkt kümmern kann oder vielleicht gerade deswegen klagt er, seine Nerven lägen blank, es ginge so langsam an die Substanz, dieser Stress und die Unzuverlässigkeit der Firmen und Handwerker in der Marina.
Aber was solls; es gibt jetzt keine Alternative, mal schnell nach Hamburg oder Travemünde geht jetzt nicht. Also: das beste draus machen. Heute erst mal aufräumen, Kleinarbeiten; Montageanleitungen lesen, Zeitplanung aktualisieren, mit den Handwerkern mailen und telefonieren (komischerweise ist heut keiner erreichbar) und sich in Geduld üben. Was wir täglich hören: kein Problem, wird erledigt – morgen schon; das kenne ich doch irgendwoher.