Sailing Business

Segelyachten soweit der Horizont reicht

Inzwischen sind wieder etliche Tage vergangen und ich realisiere immer wieder, dass ich zu selten und zu wenig in den Blog schreibe. Wir sind die Westküste Martinique entlang südwärts gesegelt, haben in Fort de France dicht an der Hafenpromenade geankert – dank des Lift Kiels und Andre an Bord genommen. Andre ist noch nie gesegelt, hat sich Hand gegen Koje verdingt und will und soll mich unterstützen, da ich krankheitsbedingt muskelschwach bin. Auf diese Weise kann er schnell vieles über die Segelei lernen. Von Fort de France segelten wir knappe 6 sm südwärts und ankerten in einer schönen kleinen Bucht. Dort gab es nicht nur viele Schildkröten, die man beim Schnorcheln beobachten konnte sondern auch eine deutsche Segelyacht, die Traumtänzer. Eine Familie mit zwei Kindern, die wir zuletzt auf La Gomera gesehen hatten. Die Welt ist eben klein. Am nächsten Tag hieß es wieder Abschied nehmen, wobei wir uns wahrscheinlich vielleicht auf St Martin wieder treffen. Jörg sucht noch einen Mitsegler für den Atlantiktörn und Andre war sofort interessiert. Er hatte dann gleich auch seine Feuertaufe, denn die 17 Meilen bis zur Marina Le Marin waren kein schönes Segeln. Bei 26 bis 30 Knoten gegen Wind und vier Meter hohe Wellen gab es heftiges Geschaukel. Er hat sich wacker geschlagen. Nun liegen wir seit drei Tagen in der Le Marin Marina, die größte Marina, die ich bisher gesehen habe. Vor der Marina gibt es ein riesiges Ankerfeld und insgesamt geht die Zahl der Segelyachten in die Tausende. Dementsprechend hoch ist die Zahl der Bars, Restaurants und Service Firmen an Land. Es soll hier allein 20 Charterunternehmen geben. Big Business. Mein Eindruck von der Karibik wird verstärkt: ein großes touristisches Segelrevier.